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Sporthilfe-Nachrichten

  • Top-Erfolge als Resultat einer Top-Förderung Open or Close
    Dreimal Gold und dreimal Bronze bei European Championships / Stiftung Sporthilfe unterstützt rheinland-pfälzische Talente auf dem Weg an die Weltspitze

    Auch sie profitiert von der besonders guten Förderung der rheinland-pfälzischen Spitzensportler: Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken. Foto: imagoMit jeweils drei Gold- und drei Bronze-Medaillen haben die Asse aus dem „Team Rheinland-Pfalz“ bei den European Championships in Berlin und Glasgow ordentlich geliefert. Highlights waren dabei die EM-Titel von Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) über 3.000-Meter-Hindernis sowie von Speerwerferin Christin Hussong (LAZ Zweibrücken) und Richard Schmidt (RV Treviris Trier) mit dem Deutschland-Achter. Diese herausragenden Erfolge sind auch das Resultat der frühen Förderung talentierter Sportlerinnen und Sportler durch eine zwischen der Stiftung Sporthilfe und dem Landessportbund abgestimmten Fördersystematik.

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  • Mit Fotos Emotionen wecken Open or Close
    Zweites Medienseminar der Sporthilfe RLP dreht sich um Social Media / Wertvolle Tipps in Sachen Facebook und Co. 

    Ohne Smartfone geht gar nichts: Die Spitzensportler (v.l.) André Bugner, Daniel Clemens, Roger Gurski, Mathias Mester, Raphael Holzdeppe beim Fotoshooting am Mainzer Rheinufer mit den Social-Media-Experten Marina Failing und Volker Michel. Foto: M. HeinzeKomplett im Zeichen von Social Media stand die zweite Auflage des Medienseminars, zu dem die Sporthilfe Rheinland-Pfalz am Samstag ins Haus des Landessportbundes geladen hatte. Mit den Stabhochspringern Raphael Holzdeppe und Daniel Clemens, Sprinter Roger Gurski, Para-Speerwerfer Mathias Mester und Kunstradfahrer André Bugner informierte sich eine bunte Mischung von Spitzensportlern rund um Facebook, Twitter und Instagram.

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  • „Die künftigen Aushängeschilder des rheinland-pfälzischen Sports“ Open or Close

    Sportjugend des LSB zeichnet 161 erfolgreiche Nachwuchsathleten mit Ehrennadel des LSB aus

    Bester Laune: Die Protagonisten der Sportjugend-Meisterehrung posieren gemeinsam mit LSB-Präsidentin Karin Augustin (vorne rechts), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (vordere Reihe, 2.v.l.) und Dr. Rüdiger Mittendorff von Sponsor Sebamed (vordere Reihe, ganz links) sowie Maskottchen Twinkel für die Kameras und Smartfones. Foto: P. Seydel„Zwei WM-Titel, zehn EM-Titel und 103 DM-Titel im Jugendbereich – das ist eine Basis, auf der wir sehr gut nach vorne schauen können.“ Das betonte Sportminister Roger Lewentz bei der 24. Meisterehrung der Sportjugend des Landessportbundes. Im Kurfürstlichen Schloss in Mainz wurden am Donnerstagabend 161 herausragende Nachwuchsathleten aus 30 Sportarten, die im vergangenen Jahr auf nationaler und internationaler Ebene Top-Erfolge geholt hatten.

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  • Top-Team-Athleten unterzeichnen Förderverträge Open or Close

    Stippvisite der rheinland-pfälzischen Spitzensportfamilie im RPR1-Funkhaus in Ludwigshafen

    Haben sich auch für 2018 eine Menge vorgenommen: Die rheinland-pfälzischen Spitzensportler mit LSB-Präsidentin Karin Augustin (ganz rechts) und LSB-Vizepräsident Jochen Borchert (ganz links). Foto: M. HeinzeIm RPR1-Funkhaus in Ludwigshafen haben am Dienstagabend 20 der 45 rheinland-pfälzischen Top-Team-Athleten offiziell ihre neuen Förderverträge mit der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz für das Förderjahr 2018 unterzeichnet. Mit von der Partie bei der launigen Stippvisite der rheinland-pfälzischen Spitzensportfamilie waren auch Miriam Welte, frisch gebackene Doppel-Weltmeisterin im Bahnradsprint, sowie mit Zehnkämpfer Kai Kazmierek und Stabhochspringer Raphael Holzdeppe der Vierte und Fünfte der Leichtathletik-Hallen-WM. Für Unterhaltung im gemütlichen RPR1-Wohnzimmer sorgte dabei Comedian Sven Hieronymus. Der „Rocker vom Hocker“ erzählte den Leistungssportlern aus seinem Leben in Fitnessstudios.

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  • Bahnrad-WM: Miriam Welte und Kristina Vogel holen Gold im Teamsprint Open or Close
    Bereits der vierte gemeinsame WM-Titel für das pfälzisch-thüringische Erfolgsduo / Im Finale gegen die Niederlande durchgesetzt

    Geteilte Freude ist vierfache Freude: Weltmeisterin Miriam Welte nimmt die Glückwünsche ihrer Familie (v.l. Schwester Hannah, Stiefvater und Trainer Frank Ziegler und Mutter Alexandra) entgegen. Foto: LSB/imagoMiriam Welte vom 1. FC Kaiserslautern hat bei der Bahnrad-WM in Apeldoorn zusammen mit Kristina Vogel die Goldmedaille Gold im Teamsprint gewonnen. Für das kongeniale pfälzisch-thüringische Duo war es nach 2012, 2013 und 2014 bereits der vierte gemeinsame WM-Titel. Im Finale setzten sich die Olympiasiegerinnen von 2012 in einer Zeit von 32,605 Sekunden gegen ihre Konkurrentinnen aus den Niederlanden (33,124) durch.

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  • Welte, Kazmirek und Thürmer/Thürmer verteidigen ihre Titel Open or Close
    Landessportlerwahl 2017: Zehnkämpfer der LG Rhein-Wied gewinnt zum vierten Mal in Folge / Nachwuchsförderpreis an Sophia Junk und Niklas Kaul / Trainerpreis an Ben Matschke

    Siegerlächeln: Die Erst- bis Drittplatzierten der Landessportlerwahl freuen sich mit LSB-Vizepräsident Jochen Borchert (r.), LSB-Präsidentin Karin Augustin (4.v.r.), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (6.v.r.) und Staatssekretär Randolf Stich (6.v.l.) über ihre Auszeichnung. Foto: LSB/B. EßlingMiriam Welte bei den Frauen, Kai Kazmirek bei den Männern und Julia & Nadja Thürmer bei den Teams heißen die Gewinner der 2017er Landessportlerwahl des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB). Die Ehrung fand mit 200 Freunden, Familienangehörigen und Wegbegleitern der Athleten am Sonntagabend im Foyer des Landesfunkhauses des SWR in Mainz statt. In der Sendung „Flutlicht“ wurden die Gewinner anschließend auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

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  • Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2017? Open or Close
    Bis zum 1. Januar 2018 kann unter www.landessportlerwahl.de abgestimmt werden

    Landessportler-Wahl 2017Landessportler-Wahl 2017Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2017? Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) ruft alle Sportfans zur Abstimmung auf. Im Internet können unter der Adresse www.landessportlerwahl.de jeweils fünf Kandidaten in den Kategorien Sportlerinnen, Sportler und Teams mit einem bis maximal fünf Punkten bewertet werden. Von Montag, 20. November 2017, bis Montag, 1. Januar 2018, kann gewählt werden, die Siegerehrung am Sonntag, 7. Januar 2018, wird live in der SWR-Fernsehsendung „Flutlicht“ ab 22.30 Uhr übertragen.

    Die Jury, bestehend aus LSB-Vertretern sowie Sportjournalisten der rheinland-pfälzischen Tageszeitungen, Fernseh- und Rundfunkanstalten, hat folgende Kandidaten vorgeschlagen:

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  • „Den Enthusiasmus erhalten“ Open or Close
    LSB und seine Sporthilfe ehren in Mainz ihre erfolgreichsten Sportler des Jahres

    Spitzensportler wohin das Auge schaut: Sportstaatssekretär Günter Kern (r.), LSB-Präsidentin Karin Augustin (2.v.r.), LSB-Vizepräsident Jochen Borchert (3.v.r.) und Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (5.v.r.) gratulieren gemeinsam mit den Sponsoren Ralf Anselmann (Weingut Anselmann/l.), Günter Reichart (EWR/2.v.l.) sowie Marc-Oliver Liedke (fortuna online GmbH/Mitte unten mit weißem Hemd) den Protagonisten um Leichtathletin Gesa Krause (4.v.r.) zu ihren Topleistungen im Jahr 2017. Foto: M. HeinzeVor dem Rhein-Main-Derby der Fußball-Bundesliga zwischen Mainz 05 und der Eintracht Frankfurt fand in der Lotto-Loge der Mainzer Opel Arena im kleinen Rahmen bereits ein ganz anderes sportliches Highlight statt: Beim „Empfang der Besten“ ehrten der Landessportbund (LSB) und die Sporthilfe Rheinland-Pfalz ihre erfolgreichsten Sportler des Jahres – und würdigte damit deren in den vergangenen Monaten erreichte Titel, Medaillen und Top-Platzierungen.

    20 Spitzensportler waren dem Ruf gefolgt. Mit den Leichtathleten Gesa Krause und Kai Kazmirek, Slalomkanutin Ricarda Funk, Bahnradsprinterin Miriam Welte, Ringer Denis Kudla oder auch Ruderer Richard Schmidt waren eine ganze Reihe gestandener Weltklasse-Athleten nach Mainz gekommen. Aber auch die Protagonisten der ganz jungen Garde – allen voran Niklas Kaul, die große Zehnkampf-Hoffnung vom USC Mainz – waren dem Ruf des LSB gefolgt.

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  • WM-Silber für Ringer Denis Kudla Open or Close
    Der Olympia-Dritte von Rio unterliegt in Paris im Finale dem Türken Metehan Basar knapp

    Schenkten sich im Finale keinen Zentimeter: Denis Kudla (l.) und Metehan Basar. Foto: paDer Schifferstadter Ausnahme-Ringer Denis Kudla hat erneut für Furore gesorgt: Bei den Weltmeisterschaften in Paris sicherte sich der 22-Jährige, der in der DRB-Bundesliga in dieser Saison für den rheinhessischen Aufsteiger SV Alemannia Nackenheim auf die Matte steigt, die Silbermedaille. Der Olympia-Dritte von Rio verlor am 21. August im Palais Omnisport das Finale der Kategorie bis 85 Kilogramm knapp mit 1:2 gegen den Türken Metehan Basar.

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  • Die Bilanz der RLP-Asse kann sich sehen lassen Open or Close
    Leichtathletik-WM in London: Bronze für Zehnkämpfer Kai Kazmirek / Lisa Ryzih überzeugt als Fünfte im Stabhochsprung / Gesa Krause nach Sturz noch Neunte über 3.000-Meter-Hindernis

    Überglücklich: Kai Kazmirek holte WM-Bronze im Zehnkampf. Foto: paBronze für Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) im Zehnkampf, Platz fünf für Lisa Ryzih (ABC Ludwighafen) im Stabhochsprung und ein denkwürdiges Rennen von Gesa Krause (Silvesterlauf Trier), die sich über 3.000 Meter Hindernis nach einem bösen Sturz auf den letzten Platz zurückfiel, am Ende noch Neunte wurde und sich den inoffiziellen Titel der „Weltmeisterin der Herzen“ sicherte: Die Bilanz der rheinland-pfälzischen Athleten bei der Leichtathletik-WM in London konnte sich sehen lassen, auch wenn Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken leer ausgingen.

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Die Bilanz der RLP-Asse kann sich sehen lassen

Leichtathletik-WM in London: Bronze für Zehnkämpfer Kai Kazmirek / Lisa Ryzih überzeugt als Fünfte im Stabhochsprung / Gesa Krause nach Sturz noch Neunte über 3.000-Meter-Hindernis

Überglücklich: Kai Kazmirek holte WM-Bronze im Zehnkampf. Foto: paBronze für Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) im Zehnkampf, Platz fünf für Lisa Ryzih (ABC Ludwighafen) im Stabhochsprung und ein denkwürdiges Rennen von Gesa Krause (Silvesterlauf Trier), die sich über 3.000 Meter Hindernis nach einem bösen Sturz auf den letzten Platz zurückfiel, am Ende noch Neunte wurde und sich den inoffiziellen Titel der „Weltmeisterin der Herzen“ sicherte: Die Bilanz der rheinland-pfälzischen Athleten bei der Leichtathletik-WM in London konnte sich sehen lassen, auch wenn Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken leer ausgingen.

Oft war er nah dran, viele Jahre lang einer der konstantesten deutschen Zehnkämpfer: Kai Kazmirek aus St. Sebastian bei Koblenz hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften endlich den Sprung aufs Treppchen geschafft – neben  dem Franzosen Kevin Mayer und seinem Teamkollegen Rico Freimuth. „Ein unbeschreibliches Gefühl, ich bin mega stolz“, sagte Kazmirek im Überschwang der Gefühle und mit der Bronzemedaille um den Hals. „Mein Trainer Jörg Roos, meine Eltern, meine Freundin sind hier. Ich denke mal, dass es eine lange Nacht wird.“ Angesagt war eine gemeinsame Feier, „das ist eigentlich unter Zehnkämpfern so üblich, dass wir uns noch mal treffen“.

Als Kazmirek über die Hürden am zweiten Tag ganz gut durchkam, drei seiner Verfolger aber stürzten, da war der Druck ein bisschen raus und er wusste: „Du kannst dich nur noch selbst schlagen.“ Zum Glück sprang er mit dem Stab die 5,00 und die 5,10 Meter, sonst wäre Bronze in Gefahr geraten, wie 2014 bei der EM in Zürich, als er im Stabhochsprung versagte. Im vergangenen Jahr belegte der Sportler des Jahres von Rheinland-Pfalz Platz vier in Rio de Janeiro. In diesem Jahr musste er wegen eines Bänderrisses im Mai sogar um seine WM-Teilnahme bangen. Der so sympathische, ruhige und angenehme 26-Jährige, ein Polizeikommissar aus Leidenschaft, verfolgt eine Devise im Leben: „Aufgaben gilt nicht“.

Das Mentale im Zehnkampf ist entscheidend. Der Wille. Aber manchmal führt das dazu, dass man verkrampft. „Man muss alles ausschalten, versuchen locker zu bleiben. Wenn die Medaille kommt, dann kommt sie. Jetzt hat es geklappt.“ Im kommenden Jahr steht die EM in Berlin an. Das ist dann ein Heimspiel für die deutschen Zehnkämpfer.

Natürlich auch für all die anderen Athleten, die in London für rheinland-pfälzische Vereine startete. „Platz fünf – da gehöre ich hin, aber ich möchte auf jeden Fall weiterkommen, und im kommenden Jahr bei der EM in Berlin will ich vorne die Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin fordern“, sagte Vize-Europameisterin Lisa Ryzih, die in London Platz zwei in Europa bestätigte, und die Griechin Ekaterini Stefanidi angreifen will. Die 28-Jährige aus Grünstadt-Sausenheim, beim ABC Ludiwgshafen von ihrem Vater Wladimir trainiert, hätte gefühlt nach dem Einspringen nach Hause gehen können, aber dann kämpfte sie sich noch an die Spitze heran und überflog 4,65 Meter. Sie hat sich längst in der Weltspitze etabliert. Sie ist vor allem sehr stabil geworden und betont auch immer wieder mit Recht, wie sie Jahr für Jahr dazugelernt hat. Hätte sie die 4,45 Meter nicht im ersten Versuch gerissen, hätte sie am Ende auf dem Bronzeplatz gestanden. „Es ist, wie es ist. Es ist alles in Ordnung.“ Lisa Ryzih verließ zufrieden die Wettkampfstätte, die sie von 2012 schon kannte, wo sie Olympiasechste geworden war.

Christin Hussong von LAZ Zweibrücken, ebenfalls vom Vater Udo Hussong trainiert, die in den Jugendjahren mit U18-WM- und U23-EM-Titel so erfolgreich war, braucht wohl noch ein bisschen Zeit, bis sie bei den Großen ganz oben ankommt. Was normal ist. In London ist sie in der Qualifikation mit einem Speerwurf auf 60,86 Meter gescheitert. Vor zwei Jahren bei ihrer WM-Premiere in Peking war sie Sechste. „Ich habe deutlich mehr drauf, die Ergebnisse spiegeln das nicht wider. Ich bin enttäuscht. Im Finale will jeder stehen, es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, es macht mir nichts aus“, gestand sie. Sie sei in alte Fehler verfallen. Die Nerven spielten nicht mit.

Auf dem Podium nach der Stabhochsprung-Entscheidung fehlte einer, der 2013 in Moskau ganz oben und 2015 in Peking auf dem zweiten Platz stand. Raphael Holzdeppe (27, LAZ Zweibrücken), der vor der WM erneut von einem Medaillenprojekt sprach, hatte den Konkurrenten längst den Rücken gekehrt und den Innenraum verlassen, als es um den Sieg ging. „Es wäre mehr drin gewesen. Im Endeffekt habe ich  nicht umsetzen können, was ich drauf habe. Ich muss im Hotel anhand der Videos, die wir gemacht haben, analysieren, woran es lag. Aber im Moment bin ich nur enttäuscht über mich selber“, redete er nicht groß drum herum. Drei ungültige Versuche bei der Einstiegshöhe von 5,50 Metern – es war ein klarer „Salto nullo“. Aber passiert ist passiert. „Mit den Jahren habe  ich  schon  gelernt, alles ein bisschen besser zu verkraften. Es ist nicht mein erstes Tief, und nicht mein erstes Tief, aus dem ich es schaffe, wieder rauszukommen“, sagte er.

Eine, die neu im Bundesland ist, seit Jahresbeginn für den Verein „Silvesterlauf Trier“ startet, hatte in London ganz viel Pech: Gesa-Felicitas Krause. „Es ist deprimierend, wenn man sieht, wie viel man drauf hat. Wie viel mehr in einem steckt, wenn man so viel opfert, so viele Wochen im Jahr von daheim weg.“ Mit den Ambitionen angetreten, ihren dritten WM-Platz von 2015 zu bestätigen, stürzte Krause unschuldig, verließ das Olympiastadion von London mit blauen Flecken statt mit Bronze im 3000-Meter-Hindernislauf. Sie ließ ihren Tränen freien Lauf, so groß war die Enttäuschung: „Es bringt mich zum Weinen, macht mich wütend und bricht mir das Herz“, schrieb sie in Facebook. „Aber das genau ist Hindernislauf.“

Die 25 Jahre alte Frankfurterin hätte aufgeben, sich mit ihrem Schicksal abfinden können. Aber sie lief weiter, mitten hinein in die Herzen der deutschen Zuschauer, zumindest in die der deutschen zuhause. „Es ist eine Weltmeisterschaft. Ich trainiere nicht ein ganzes Jahr, um das Rennen nach kurzer Zeit zu beenden“, sagte sie. Das ganze Jahr harte Arbeit war trotzdem für die Katz.

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